jahrtausende schauen uns an

von Sigrid am 4. 5. 2008 | Keine Kommentare

_4281100_corr_mail.jpgangeblich kamen die ersten einwohner von „mesa verde“ (span.,grüne tafel“) vor 10 000 jahren hierher um nach den jahren der jagd und des sammelns im schutz der felsen eine beständige lebensart anzunehmen und „puebloindinaner“ zu werden.

viele fragen sind unbeantwortet, woher kamen sie, wann verliesen sie ihre behausungen und wohin gingen sie. man nimmt an, dass sie von ihren felsenwohnungen in die umliegenden felsenplateaus wie z.B. „acoma“, ausgewichen sind.

die puelblo-indianer sind in klans organisiert, die aus verschiedenen familien bestehen und nach einem matriachalischen system funktionieren .frauen sind die eigentümer der haüser und aller dinge die drinnen sind. und der mann zieht immer in die familie der frau (das wollte ich noch gesagt haben).

betrachet man die winzigen behausungen genau, kann man nachvollziehen wie klein die ureinwohner waren (männer max 1,65m, frauen 1,55 m).

durch krankheiten und kindersterblichkeit wurde „die geometrische Reihe“ stark eingebremst, sodass nicht angenommen wird, dass platzmangel der grund des verlassens war, vielmehr glaubt man, dass eine anhaltende dürre aus der „grünen tafel“ eine „braune tafel“ gemacht hat. mein blasses foto von der gegenüberliegenden felswand zeigt die unglaubliche architektur.

ich hatte mühe, die felsenwohnungen zu entdecken. und so ist es wohl vielen gegangen, weil es erstmals im jahr 1776 spanische berichte über mesa verde gibt.

dieser platz wirkt auf mich wie ein geheimnisvolles vermächtnis für innere kraft, schlichtheit und harmonie mit der natur.

wir sehen den feind

„acoma“ ist in ein felsenplateau integriert, hat einen weiten blick ins land und ist heute noch von pueblo – indianern bewohnt.

freundliche, offene menschen stehen uns gegenüber, die ihre wunderbaren erzeugnisse anbieten.


Weites Land

von PixelGert am 4. 5. 2008 | 1 Kommentar

So da bin ich wieder. In den letzten Tagen haben wir einiges erlebt.

Nachdem wir in Mesa Verde waren, machten wir einen Abstecher in die White Sands, die einzigartig auf der Welt sind. Es handelt sich dabei um die größte Wüste mit Sand aus Gips. Es hat sich wirklich gelohnt. Zwar hatten wir in den letzten Tagen nicht das optimale Wetter zum fotografieren, aber das Erlebte ist in uns abgespeichert.

Nach den White Sands haben wir das zum Teil noch bewohnte Pueblo „Acoma“ besucht. Die Schönheit der Gegend und die Bescheidenheit in der die Indiander dort leben, kann ich leider nicht in Worte fassen.

Eines ist klar. Wir haben bisher Unglaubliches in diesem Weiten Land erleben dürfen.

Heute sind wir im Monument Valley, in dem wir bis zur Abendsonne bleiben werden. Das Auge findet immer neue, kaum fassbare Szenerien.

Aufgrund der anstrengenden Reise ist Müdigkeit eingekehrt, die Neugier und das Staunen halten uns jedoch wach.

Ein müdes Howdy, Gert

pueblo acoma 03acoma 02Pueblo Acoma 01white sands 05lincoln 02white sands 06white sands stormwhite sands sunsetwhite sands 04white sands 03white sands sixiwhite sands lizardwhite sands 01morning on tourevening on tourSixi RVMesa Verde 03Mesa Verde 02lincoln 01restroom bearMesa Verde 04Mesa Verde 01


Augenblick

von PixelGert am 28. 4. 2008 | Keine Kommentare

Augenblick mal!

Das haben wir in den letzten Tagen auch häufig gesagt und gedacht. Wir haben wieder viele Meilen hinter uns gebracht. Über Berge, durch Täler, enge Straßen, Highways, 3 Bundesstaaten,….

Die Szenerien sind oft unglaublich – unwirklich wie Filmkulissen, vom Auge kaum erfassbar. Viele Bilder werden wir in unserem Gedächtnis und nicht auf der Festplatte des Computers speichern.

Nach einigen Tagen, in denen wir vorwiegend Felsen und unglaubliche Überlebenskünstler der Fauna gesehe haben, kamen wir gestern in eine pulsierende kleine Stadt. In ganz Moab war aufgrund einer Motorshow kein RV Park zu finden, und waren wir gezwungen die Nacht ohne fixen Standplatz zu verbringen. Nachdem wir zuletzt bereits eine Nacht auf einem Platz ohne Versorgung verbracht hatten, eine Härteprobe. Unser RV war aber auch in dieser Situation, trotz Eiseskälte und immer knapper werdenen Ressourcen, ein sicherer Ort.

Wir nutzten die Gelegenheit und mischten uns für einen Moment unter die Motorbegeisterten. Nur kurz verweilten wir dort, wo alt neu traf, beide zu Höchstleistungen aufliefen und sich von ihrer besten Seite zeigten.

Auch einen ins Alter gekommenen entfernten Verwandten unseres RV lernten wir dort kennen.
Wohin genau, werdet ihr im nächsten Bericht erfahren.

Nach der Tour durch einen weiteren Nationalpark und der Fahrt nach Mesa Verde legten wir heute einen Ruhetag ein. Wir holten die ausgefallene Körperpflege nach, brachten den RV wieder voll in Schuss und stellten ein paar Bilder online. Morgen wird, nachdem wir die Morgensonne im Rahmen unserer Möglichkeiten festgehalten haben, zu neuen Gefilden aufgebrochen.

01_squirell.jpg02_on_the-_road.jpg03_ford_gifford_farmhouse.jpg05_gifford_farmhouse.jpg06_horses.jpg07_rv_mountain.jpg04_ford_gifford_farmhouse.jpg10_on_tour.jpg08_capitol_reef_01.jpg09_capitol_reef_02.jpg12_arches_01.jpg13a_on-_the-road.jpg14_canyonland.jpg16_canyonland.jpg17_canyonland.jpg19_moab.jpg20_moab.jpg18_moab.jpg13_arches_03.jpg21_moab.jpg


zeitlos?

von Sigrid am 28. 4. 2008 | 3 Comments

habe echt nachrechnen müssen, welcher tag heute ist.

wir durchreisen mehrere zeitzonen – wie spät ist es jetzt wieder zuhause, welches datum hier –

wir leben nach dem licht – wie müssen wir fahren, damit wir das morgenlicht haben und
sich auch noch die abendsonne ausgeht – das ist alles.

unsere route: las vegas. – zion n.p., – bryce canyon (das ist der mit den lichtüberfluteten türmchen, wo ich das gefühl hatte, nur noch eine schwingung zu sein – nicht mehr und nicht weniger), capitol reeve n.p., arches n.p., canyonland n.p.

man könnte sagen, steine nichts als steine – ist es aber nicht.
schaut man genau, dann sieht man, dass hier verzauberte, zu stein gewordene gestalten in die
ewigkeit gewachsen sind. immer wieder entdecke ich, wie sie miteinander tuscheln oder sich
aneinanderlehnen und den frieden der welt in sich tragen.

um nicht ganz abzuheben, holt uns immer wieder die realität ein.
ein wassertank ist leck geworden. wir haben minusgrade und müssen aufpassen nicht
ganz und gar einzufrieren. servicestelle anfahren, reisepläne verschieben.
wir finden zwei abende hintereinander keinen campingplatz um alles nachzufüllen, wasser
elektrizität etc. wir sind ziemlich leer – und wir beginnen zu stinken (gert meint, wir riechen uns selbst ..na,ja…). aber jetzt gibt es wieder wasser, gutes gewissen beim klogehen und
so weiter und so weiter.
gestern nachts sind wir in mesa verde angekommen..
heute hatten wir „ruhetag“. hier heißt das, wir haben wäsche gewaschen, alles nachgefüllt, gelesen, was es hier in mesa verde alles gibt – und das abendlicht erwischt.
aber mesa verde kann man nicht „erzählen“.
morgen werden wir die fotos herunterladen, und wenn es das wireless zulässt, diese auch durch den äther schicken.
ein in kultur und geheimnis gebadetes land hat sich uns aufgetan

canyonland-076-kopie.jpgcanyonland-084-kopie.jpgcanyonland-096_mail.jpgcanyonland-139.jpgcanyonland-216.jpgcanyonland-219-kopie.jpgcanyonland-221.jpgsa-260408-098.jpgsa-260408-136.jpg


die ersten Tage „on the road“

von PixelGert am 24. 4. 2008 | 1 Kommentar

Vor Beginn der Reise wusste ich nicht genau wo es hingehen wird. Meine
Tante Sigrid, die diese Reise moeglich machte, hatte eine Reiseroute
zusammengestellt, wir fanden aber bis zur Abreise keine Moeglichkeit diese
zu besprechen.

In der Nacht vor dem Abflug kam ich nur wenig zum Schlafen, Nervositaet
und Vorfreude machten sich breit. Wie wird es sein, habe ich alles mit,…
Der Abflug vom Flughafen Wien war bei Sonnenaufgang. Von Wien ueber
Frankfurt nach Las Vegas – ein langer Tag, mit vielen tollen Eindruecken.
Die Kontrollen auf dem Flughafen waren genau, aber ueberraschend
unproblematisch.

Nach zwei Naechten in Las Vegas, in denen wir einiges zu erledigen hatten,
uebernahmen wir unser Haus auf Raedern, in dem wir die naechsten 3 Wochen
verbringen sollten.

Seither haben wir einige Meilen hinter uns gebracht. Die Eindruecke sind
ueberwaeltigend und wir sind staendig am Fotografieren.

Wir bewegen uns auf 9000 – 10000ft. Demensprechend kalt ist es in der
Nacht – unsere Heizung ist Gold wert, das mitgebrachte Gewand fuer
waermeres Wetter ausgelegt. Ich setze auf die Zwiebeltechnik – alles
anziehen und untertags, mit zunehmender Temperatur wieder in Schichten
ausziehen.

So nun muss ich mich wieder auf die Socken machen

, der naechste
Nationalpark ruft. Capitol Reefe – bin schon sehr gespannt.
Da es im Land der unbegrenzten Moeglichkeiten schwierig ist einen
nutzbaren, erschwinglichen Internetzugang zu finden, wird es
moeglicherweise einige Zeit dauern, bis der naechste Bericht online geht.

Bis dahin, howdy liebe Leute

00_wien_boesendorfer.jpg01_flughafen-_wien.jpg02_condor_fenster.jpg03_best_western_vegas.jpg04_vegas_01.jpg06_cruiseamerica.jpg07_motorhome_truck.jpg08_highway.jpg09_way_to_zion.jpg11-campground_01.jpg12_zion_01.jpg14_zion_02.jpg14a_zion_sixi.jpg16_bryce_01.jpg21_campground_torrey.jpg20_campground_torrey.jpg05_vegas_02.jpg10_lunatic.jpg13a_zion_04.jpg15_bryce-_foggy-_morning.jpg19_powell_point.jpg18_bryce_03.jpgthousand_lakes_shop.jpg